Rosenbach im Zeichen der Einsatzkräfte: Groß angelegte Abschnittsübung

Am 18. September 2026 fand ab 18:00 Uhr in Rosenbach die praktische Abschnittsfunkübung des Feuerwehrabschnitts Wörthersee-West statt. Für die Freiwillige Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach war dieser Übungsabend etwas Besonderes: Wir durften die beiden Übungsszenarien ausarbeiten, vorbereiten und gemeinsam mit den 14 Feuerwehren unseres Abschnitts sowie dem Österreichischen Roten Kreuz und dem Österreichischen Samariterbund durchführen.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der klassische Funkverkehr. Vor allem Kommunikation, Koordination und die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehren sowie über Organisationsgrenzen hinweg sollten unter möglichst realitätsnahen Bedingungen trainiert werden. Dafür hatten wir in Rosenbach zwei unterschiedliche Übungsstellen vorbereitet.

Technische Rettung beim Bahnhof Rosenbach

Nahe des Bahnhofs Rosenbach erwartete einen Teil der Einsatzkräfte ein Verkehrsunfallszenario mit zwei Übungsfahrzeugen. Fünf Darstellerinnen und Darsteller waren in das Geschehen eingebunden, zusätzlich kam eine Übungspuppe eines Kleinkindes zum Einsatz.

Nach dem Eintreffen galt es, die dargestellten Unfallopfer zu betreuen und die technische Rettung aus den Fahrzeugen durchzuführen. Im weiteren Verlauf kamen jeweils ein Rettungstransportwagen des Österreichischen Roten Kreuzes und des Österreichischen Samariterbundes hinzu. So konnte auch das Zusammenspiel zwischen technischer Rettung und anschließender medizinischer Versorgung praxisnah trainiert werden.

Die Darsteller waren im Vorfeld entsprechend ihrer Rollen und der vorgesehenen Verletzungsmuster instruiert worden. Unterschiedliche, teils schwere Verletzungen wurden realistisch dargestellt – darunter beispielsweise ein simulierter offener Oberschenkelbruch. Damit waren auch die Besatzungen der beiden Rettungstransportwagen mit unterschiedlichen Patientensituationen konfrontiert.

Im weiteren Übungsverlauf wurde zusätzlich eine Person als abgängig gemeldet. Die eingesetzten Feuerwehren nahmen daraufhin die Suche auf, konnten die vermisste Person auffinden, erstversorgen und anschließend dem Rettungsdienst übergeben.

Zwei Übungsbeobachter des Österreichischen Roten Kreuzes begleiteten diesen Teil der Übung und brachten ihre Beobachtungen später in die gemeinsame Nachbesprechung ein. Die Übungsleitung vor Ort übernahm die Freiwillige Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach.

Atemschutzeinsatz am Wirtschaftshof Rosenbach

Am Wirtschaftshof Rosenbach wartete eine weitere Aufgabenstellung auf die eingesetzten Feuerwehren. Angenommen wurde ein Brand im Bereich der Fahrzeughallen. In drei Garagen wurde mithilfe einer Nebelmaschine eine Verrauchung dargestellt, sodass die Atemschutztrupps unter möglichst realitätsnahen Bedingungen arbeiten konnten.

Zwei Darsteller befanden sich innerhalb der Hallen und mussten von den Atemschutztrupps gesucht und ins Freie gebracht werden. Gelagerte Gasflaschen sowie ein weiterer Dummy stellten zusätzliche Aufgaben dar.

Auch das Geschehen außerhalb der Hallen gehörte zum Szenario. Eine weitere Darstellerin übernahm die Rolle jener Person, die im angenommenen Einsatzfall den Notruf abgesetzt hatte und die eintreffenden Kräfte vor Ort empfing.

Während die Atemschutztrupps im Inneren arbeiteten, stellten weitere Feuerwehrkräfte die Wasserversorgung sicher und bauten die erforderlichen Löschleitungen auf. Die Übungsleitung an diesem Standort wurde von der FF Velden am Wörthersee übernommen.

Realistische Patientendarstellung als wichtiger Teil der Übung

Einen wesentlichen Beitrag zu den praxisnahen Bedingungen leistete RUND – die Realistische Unfall- und Notfalldarstellung des Österreichischen Roten Kreuzes. Insgesamt acht Darstellerinnen und Darsteller übernahmen an den beiden Übungsstellen unterschiedliche Rollen und wurden dafür entsprechend vorbereitet und geschminkt.

Die realistisch dargestellten Verletzungsmuster machten es möglich, neben den technischen Aufgaben der Feuerwehr auch die Betreuung und medizinische Versorgung unterschiedlicher Patientensituationen zu trainieren. Gerade dadurch bekam die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rotem Kreuz und Samariterbund einen wichtigen Stellenwert.

Insgesamt nahmen rund 150 Personen an der praktischen Abschnittsfunkübung teil.

Mit dabei waren alle 14 Feuerwehren des Abschnitts Wörthersee-West:

  • FF Augsdorf
  • FF Damtschach
  • FF Dolintschach
  • FF Frießnitz-Rosenbach
  • FF Föderlach
  • FF Kerschdorf
  • FF Köstenberg
  • FF Lind ob Velden
  • FF Maria Elend
  • FF Rosegg
  • FF St. Egyden
  • FF St. Jakob im Rosental
  • FF Velden am Wörthersee
  • FF Wernberg

Ein Übungsabend, auf den wir gerne zurückblicken

Nach Abschluss der praktischen Übung kamen die Beteiligten zur gemeinsamen Nachbesprechung zusammen. Dabei wurden die Abläufe betrachtet, Beobachtungen ausgetauscht und die gewonnenen Erkenntnisse besprochen.

Für uns als Freiwillige Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach war es eine besondere Aufgabe, einen Übungsabend in dieser Größenordnung vorzubereiten und durchzuführen. Umso mehr freut es uns, dass die Zusammenarbeit der vielen Beteiligten so gut funktioniert hat und wir auf eine gelungene praktische Abschnittsfunkübung zurückblicken können.

Im Anschluss luden wir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu uns ins Rüsthaus ein, wo der Abend bei Speis und Trank gemeinsam ausklang.

Eine Übung in dieser Form wäre ohne die Unterstützung vieler Menschen und Organisationen nicht möglich gewesen. Unser herzlicher Dank gilt daher dem Österreichischen Roten Kreuz und dem Österreichischen Samariterbund für die gemeinsame Übung sowie RUND für die realistische Gestaltung der Patientensituationen.

Ebenso bedanken wir uns bei der FF Velden am Wörthersee und der FF St. Jakob im Rosental für ihre Unterstützung bei der Durchführung, bei der Gemeinde St. Jakob im Rosental für die Bereitstellung des Wirtschaftshofes sowie bei den Mitarbeitern des Wirtschaftshofes für ihre Mithilfe.

Den ÖBB danken wir für die Bereitstellung des Grundstückes im Bereich des Bahnhofs Rosenbach und der Familie Pachernig für die zur Verfügung gestellten Parkflächen.

Ein besonderer Dank gilt außerdem allen Darstellerinnen und Darstellern sowie allen Kameradinnen und Kameraden, die bei Planung, Vorbereitung und Durchführung tatkräftig mitgeholfen haben.

Nach der umfangreichen Vorbereitung war es für uns besonders schön zu sehen, wie aus den geplanten Szenarien ein gemeinsamer Übungsabend mit vielen Beteiligten wurde. Vielen Dank an alle, die ihren Teil dazu beigetragen haben.

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