Mannschaftsübung: Licht ins Dunkel bringen und Hubschrauber richtig einweisen

Am Freitagabend, dem 16. Oktober 2026, trafen sich Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach zu einer Mannschaftsübung. Passend zur dunkleren Jahreszeit standen die richtige Ausleuchtung von Einsatzstellen, die Stromversorgung unserer Beleuchtungsmittel sowie das Einweisen eines Hubschraubers auf dem Programm.

Die richtige Beleuchtung macht den Unterschied

Gerade bei Einsätzen in den Abend- und Nachtstunden ist eine gute Ausleuchtung der Arbeitsbereiche besonders wichtig. Dabei kommt es nicht nur auf möglichst viel Licht an, sondern vor allem darauf, dieses richtig einzusetzen.

Zu Beginn der Übung wurden daher sämtliche uns zur Verfügung stehenden Leuchtmittel in Betrieb genommen und an einer simulierten Unfallstelle erprobt. Besonderes Augenmerk lag auf der richtigen Positionierung der Beleuchtungsmittel. Blendungen und störende Schlagschatten sollen möglichst vermieden werden, damit die Einsatzkräfte ihre Arbeitsbereiche gut erkennen und sicher arbeiten können.

Da genau die Hälfte der anwesenden Kameraden keine Maschinisten waren, wurde auch die Inbetriebnahme unseres Stromaggregats praktisch geübt. Dieses wird bei einem unserer Einsatzfahrzeuge benötigt, um den verbauten Lichtmast betreiben zu können. So hatten auch jene Kameraden Gelegenheit, sich mit den notwendigen Handgriffen vertraut zu machen, die diese Aufgabe nicht regelmäßig übernehmen.

Hubschrauber richtig einweisen

Zum Abschluss widmeten wir uns einer Aufgabe, die nicht zum alltäglichen Einsatzgeschehen gehört: dem Einweisen eines Hubschraubers mithilfe von Signalleuchten bzw. Handzeichen. Bei einem Einsatz in diesem Jahr war dies bereits erforderlich gewesen, weshalb wir die Gelegenheit nutzten, die entsprechenden Abläufe nochmals praktisch zu üben.

Bei der Einweisung sind eindeutige Signale und die richtige Position des Einweisers besonders wichtig. Dieser steht mit dem Rücken zum Wind, streckt beide Arme in Form eines „Y“ nach oben und dreht die Handflächen nach innen. Während des Anflugs behält er seine Position bei.

Ebenso wichtig ist die Sicherheit rund um den Landeplatz. Lose Gegenstände müssen aus dem Anflug- und Landebereich entfernt werden. Eine Annäherung an den Hubschrauber darf nur nach Freigabe durch die Besatzung erfolgen.

Wissenswertes für Wanderer und Alpinisten

Auch abseits der Feuerwehr kann es notwendig werden, sich einem Rettungshubschrauber bemerkbar zu machen. Besonders im alpinen Gelände sind dafür zwei international gebräuchliche Notrufzeichen hilfreich:

  • YES – Hilfe wird benötigt: Beide Arme werden schräg nach oben gestreckt und bilden die Form eines Y.

  • NO – Keine Hilfe erforderlich: Ein Arm wird nach oben, der andere nach unten gestreckt. Durch das NO-Signal kann die Besatzung schneller einschätzen, ob eine gesichtete Person Hilfe benötigt oder die Suche fortgesetzt werden muss.

Diese Handzeichen helfen der Hubschrauberbesatzung, hilfsbedürftige Personen aus der Luft zu erkennen. Sie ersetzen jedoch keinen Notruf.

HeliRescue.at – Österreichs Flugrettung hat die wichtigsten Verhaltensregeln bei einem Hubschraubereinsatz in einer anschaulichen Infografik zusammengefasst. Darin werden unter anderem die richtige Einweisung, das Verhalten beim Anflug und die sichere Annäherung an einen Hubschrauber erklärt.

🔗 HeliRescue.at – Verhaltensregeln bei einem Hubschraubereinsatz (Infografik, PDF)

 

Scroll to Top