Unsere Ausrüstung

Um im Einsatz schnell und sicher helfen zu können, steht unserer Feuerwehr moderne und vielseitige Ausrüstung zur Verfügung. Von Fahrzeugen über Atemschutz bis hin zu Geräten für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung – damit sind wir für die unterschiedlichsten Einsatzlagen bestens gerüstet.


KLFA

Unser KLFA – Kleinlöschfahrzeug Allrad ist ein wendiges und vielseitiges Einsatzfahrzeug, das vor allem für die Brandbekämpfung, Löschwasserversorgung und Einsätze in schwierigem Gelände ausgelegt ist. Gerade in unserem Einsatzgebiet, wo ländliche Straßen, steile Zufahrten und winterliche Fahrverhältnisse eine Herausforderung sein können, ist der Allradantrieb ein wichtiger Vorteil.

Ausgestattet mit feuerwehrtechnischer Beladung wie Atemschutzgeräten, Schlauchmaterial, wasserführenden Armaturen, Tragkraftspritze und weiteren Geräten unterstützt uns das KLFA bei Brandeinsätzen ebenso wie bei kleineren technischen Hilfeleistungen. Durch seine kompakte Bauweise kann es auch dort eingesetzt werden, wo größere Fahrzeuge nur schwer zufahren können.

Technische Daten

FahrgestellMercedes Benz Sprinter 515CDI/36 4×4
Besatzung1:8
Erstzulassung2009
Leistung110 kW (150 PS)
Höchstzulässiges Gesamtgewicht5500 kg
TragkraftspritzeEmpl Tornado TS 15/10 – „Zala“
Atemschutz3x Atemschutz-Garnitur Ausführung TwinPack
FunkrufnameKLF Frießnitz

MZFA

Unser MZFA – Mehrzweckfahrzeug Allrad unterstützt uns bei verschiedensten Einsatzlagen mit technischem Fokus, sowie bei Transport- und Logistikaufgaben. Es ist ebenfalls mit Allradantrieb ausgeführt und dadurch vielseitig einsetzbar.

Mit der integrierten Hebebühne können Ausrüstung und Rollcontainer rasch und kräfteschonend be- und entladen werden. Die drei Rollcontainer decken unterschiedliche Aufgabenbereiche ab – von technischer Hilfeleistung bei Fahrzeugunfällen, Türöffnungen und Einsätzen mit der Schleifkorbtrage zur Rettung und zum Transport von verletzten Personen über Unwettereinsätze mit Schmutzpumpe bis hin zu Schadstoffeinsätzen im Bereich Ölwehr. Durch diese modulare Beladung bringen wir die benötigte Ausrüstung schnell und gezielt an den Einsatzort.

Technische Daten

FahrgestellMercedes Benz Sprinter 906BA50 4×4
Besatzung1:5
Erstzulassung2018
Leistung140 kW (190 PS)
Höchstzulässiges Gesamtgewicht5300 kg
Beladung3x Rollcontainer
FunkrufnameMZF Frießnitz

Atemschutz

Der Atemschutz zählt zu den wichtigsten Ausrüstungsbereichen jeder Feuerwehr. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Umgebungsluft für Einsatzkräfte gefährlich oder nicht mehr atembar ist – etwa bei Bränden, starker Rauchentwicklung oder Schadstoffeinsätzen.

Mit Atemschutzgeräten kann unsere Mannschaft in verrauchte oder gefährliche Bereiche vordringen, Menschen retten und Brandherde gezielt bekämpfen. Ohne diese Ausrüstung wären viele Einsätze nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Ein Atemschutzeinsatz bedeutet jedoch auch große Verantwortung und stellt hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte.

Nicht jedes Feuerwehrmitglied kann automatisch als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Person körperlich und geistig fit ist, das 18. Lebensjahr vollendet hat und die vorgeschriebene Atemschutzuntersuchung positiv abgeschlossen wurde. Zusätzlich werden regelmäßig, meist jährlich, Leistungs- und Tauglichkeitsüberprüfungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Atemschutztauglichkeit weiterhin gegeben ist. Auch persönliche Voraussetzungen spielen eine wichtige Rolle: Atemschutzgeräteträger dürfen beispielsweise keinen Vollbart tragen, da dieser den dichten Sitz der Atemschutzmaske beeinträchtigen kann.

Unsere Atemschutzgeräte sind als Twinpack-Ausrüstung ausgeführt und verfügen über zwei 6,8-l-Composite-Druckluftflaschen mit 300 bar. Allein die gefüllten Flaschen wiegen rund 14 kg. Gemeinsam mit Trägerplatte, Maske, Lungenautomat, Flaschenprüfmanometer und Totmannwarner trägt ein Atemschutzgeräteträger damit etwa 17–20 kg zusätzlich. Nicht eingerechnet sind dabei weitere Einsatzmittel wie Feuerwehraxt, Brechwerkzeug, Lampen, Funkgeräte, Keile oder gefüllte Schläuche, die je nach Einsatzlage zusätzlich mitgeführt werden müssen. Insgesamt kann die körperliche Belastung eines Atemschutzgeräteträgers dadurch – je nach Ausrüstung und Einsatzauftrag – auf bis zu rund 50 kg ansteigen. Der Luftvorrat reicht je nach Belastung und Einsatzsituation theoretisch für rund 60 bis 80 Minuten; die tatsächliche Einsatzzeit fällt aufgrund von Rückweg, Sicherheitsreserve und Atemschutzüberwachung entsprechend kürzer aus.


MRAS

MRAS steht für Menschenrettung und Absturzsicherung und kommt überall dort zum Einsatz, wo Arbeiten oder Rettungsmaßnahmen in absturzgefährdeten Bereichen erforderlich sind. Typische Einsatzbereiche sind Arbeiten auf Dächern, Einsätze in steilem oder unwegsamem Gelände, Sicherungsmaßnahmen bei Waldbränden in Hanglagen sowie Rettungen aus Tiefen, Schächten oder Böschungen.

Im Gegensatz zur allgemeinen Feuerwehrausbildung ist MRAS keine Standardausbildung, sondern eine spezielle Zusatzausbildung. Unsere dafür ausgebildeten Mitglieder werden im sicheren Umgang mit Seilen, Gurten, Karabinern und weiteren Sicherungsgeräten geschult. Neben Material- und Knotenkunde stehen vor allem das richtige Sichern, das Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich und die schonende Rettung von Personen im Mittelpunkt.

Durch diese Zusatzausbildung erweitert MRAS die Einsatzmöglichkeiten unserer Feuerwehr wesentlich. So können wir auch in Bereichen sicher und gezielt helfen, in denen herkömmliche Mittel nicht ausreichen – etwa bei Personenrettungen aus Höhen oder Tiefen, bei Unwettereinsätzen auf Dächern oder bei Einsätzen in schwierigem Gelände.


Unsere Technik in Aktion

Scroll to Top