Freiwillige Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach – Übungsbericht: Tiefenrettung unter realistischen Bedingungen
Rosenbach, 24. Mai 2026 – Am vergangenen Sonntag stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach einer anspruchsvollen Übung zur Tiefenrettung in unwegsamem Gelände. Ziel war es, die Einsatzkräfte auf komplexe Rettungsszenarien vorzubereiten, bei denen klassische Rettungsmittel an ihre Grenzen stoßen – etwa in steilem Terrain oder schwer zugänglichen Schächten.
Als Übungsszenario diente ein Arbeitsunfall nahe des Eisenbahntunnels Rosenbach: Ein verletzter Arbeiter war in einen Schacht gestürzt, während eine zweite Person bei dem Rettungsversuch selbst in ein felsiges Bachbett abstürzte. Die Lage wurde durch realistisch geschminkte Darsteller und einen Übungs-Dummy so authentisch wie möglich gestaltet. Eine weitere Person übernahm die Rolle einer panischen Angehörigen, die den Notruf absetzte – eine zusätzliche Herausforderung für die Einsatzkräfte, die unter Zeitdruck handeln mussten.
Während der im Schacht verunfallte „Patient“ als schwer verletzt eingestuft wurde, stieg ein Kamerad mit MRAS-Ausrüstung und Atemschutz hinab, um die Erstversorgung einzuleiten, da die Ursache des angenommenen Arbeitsunfalls zunächst unklar war und gefährliche Atemgifte im Schacht nicht ausgeschlossen werden konnten. Parallel sicherte ein weiteres Team die zweite Person und bereitete die Bergung vor. Der Dummy wurde über einen Seilzug geborgen, der zweite „Verletzte“ mit Schaufeltrage und Schleifkorbtrage aus dem unwegsamen Gelände transportiert. Besonders im Fokus standen dabei die Seilsicherung, Teamkoordination und klare Kommunikation – Fähigkeiten, die im Ernstfall entscheidend sind.
Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges Training unter realistischen Bedingungen ist. Ein herzlicher Dank gilt der Übungsleitung für die durchdachte Planung sowie den Darstellern, deren Engagement die Szenarien besonders lebensecht machte. Solche Einsätze stärken nicht nur das Vertrauen in die eigene Ausrüstung, sondern auch den Zusammenhalt im Team – und das ist es, was im Ernstfall zählt.



