Ein besonderer Platz mit Weitblick

Im Jahr 2024 entstand innerhalb der Kameradschaft der Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach die Idee, ein besonderes Projekt umzusetzen: ein Gipfelkreuz an einem Ort, der zum Verweilen einlädt, Ruhe schenkt und zugleich ein sichtbares Zeichen unserer Gemeinschaft ist.

Anlass dafür war der Tod unseres Kommandantstellvertreters Johann Hribernig im selben Jahr. In der Kameradschaft reifte der Gedanke, den im aktiven Dienst verstorbenen Kameraden einen würdigen Platz zu widmen — nicht nur als Ort der Erinnerung, sondern auch als Zeichen für Zusammenhalt, Dankbarkeit und Verbundenheit.

Bei der Suche nach einem passenden Standort rückte ein Platz am Ostgrat der Gratschenitzen in den Mittelpunkt. Dort hatten Angehörige des bereits Jahre zuvor verstorbenen Kameraden Peter Micelli eine kleine Bank errichtet. Sie wurde in Erinnerung an den angehenden Jungjäger aufgestellt und ist seither als Petersplatz, vulgo Micebankerl, bekannt.

Auch Peter Micelli war stellvertretender Kommandant unserer Feuerwehr. Dadurch verbindet dieser Ort auf besondere Weise die Erinnerung an zwei Kameraden, die beide im aktiven Dienst verstorben sind, in derselben Funktion Verantwortung für die Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach getragen und unsere Gemeinschaft mitgeprägt haben.

Die besondere Lage, die Ruhe der Natur und der schöne Blick in die Umgebung machten schnell deutlich, dass dieser Platz genau richtig für das Vorhaben ist. So nahm die Idee Gestalt an, dort ein Gipfelkreuz zu errichten — als Zeichen der Verbundenheit mit unserer Heimat, unserer Feuerwehr und all jenen, die unsere Gemeinschaft mitgestaltet haben.


Bis zur Umsetzung waren einige organisatorische Schritte notwendig. Es wurde geplant, abgestimmt, vorbereitet und gemeinsam angepackt. Viele helfende Hände und das gemeinsame Ziel, etwas Bleibendes zu schaffen, machten das Projekt schließlich möglich. Vom Holz für das Kreuz über die Vorbereitungsarbeiten bis hin zum Aufstellen vor Ort wurde vieles in gemeinsamer Arbeit umgesetzt.

Am 26. Oktober 2024 war es schließlich so weit: Das Gipfelkreuz konnte am Ostgrat der Gratschenitzen aufgestellt werden. Damit entstand ein schöner, würdiger und zugleich lebendiger Ort, der für unsere Feuerwehr eine besondere Bedeutung hat.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dieses Projekt mitgetragen und unterstützt haben. Besonders danken wir der Grundbesitzerin Claudia Kuhn Weber für die Zustimmung und die gute Zusammenarbeit, Dechant Jurij Buch für die Segnung des Gipfelkreuzes sowie allen Kameradinnen und Kameraden, die mit ihrem Einsatz, ihrer Zeit und ihrem handwerklichen Geschick zum Gelingen beigetragen haben. Ohne dieses gemeinsame Anpacken wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Heute steht das Gipfelkreuz als sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Erinnerung und Heimatverbundenheit. Es lädt Feuerwehrmitglieder, Angehörige, Freunde, Wanderer sowie alle Besucherinnen und Besucher dazu ein, kurz innezuhalten, die Aussicht zu genießen und einen Moment abseits des Alltags zu finden. Wer diesen besonderen Platz selbst besuchen möchte, findet die passende Wanderung zum Gipfelkreuz auch auf Bergfex.

Wir freuen uns, mit diesem Gipfelkreuz einen besonderen Platz geschaffen zu haben, der unserer Feuerwehr und unserer Kameradschaft viel bedeutet — ein Ort mit Weitblick, Ruhe und einem starken Zeichen der Verbundenheit.

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